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Der Chor stellt sich vor

Der Chor unserer Schule besteht seit 1999. Waren die Anfänge auch bescheiden, so hat sich inzwischen der Chor zu einer kulturellen Institution unserer Schule entwickelt. Im kommenden Jahr wird der Chor auf eine fünfzehnjährige erfolgreiche Entwicklung zurückblicken.

Mit besonderem Talent muss kein Schüler – natürlich auch keine Schülerin – ausgestattet sein, um Mitglied des Chores zu werden. Viel wichtiger ist das persönliche Engagement, das sich vor allem in der regelmäßigen Teilnahme an den Proben und in der Begeisterung für das gemeinsame Musizieren ausdrückt.

So kommen – in jährlich wechselnder Besetzung – etwa 40 Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen zum Singen zusammen, etliche von ihnen bleiben dem Chorgesang ihre Schulzeit über treu. Eine wöchentliche Probe steht zur Verfügung, das ist eigentlich zu wenig und obendrein auch sehr anstrengend, denn die meisten Sänger absolvieren vorher einen siebenstündigen Unterrichtstag. Es ist wohl nur mit der Freude am Singen in der Gemeinschaft zu erklären, dass diese zusätzliche Belastung getragen wird, obwohl es manchmal schon viel Mühe kostet, die Müdigkeit abzustreifen und die nötige Konzentration für die Probe aufzubringen.

Von Anfang an arbeiten wir eng mit der Instrumentalgruppe unseres Gymnasiums zusammen. Besonders erwähnenswert ist das zunächst deshalb, weil in beiden Ensembles zusammen etwa 50 Schüler musikalisch tätig sind, das ist eine beachtliche Größe. Besonders deutlich wird dies jährlich in der Woche nach den Herbstferien, wenn wir zu den Probentagen in die Bundesmusikakademie nach Rheinsberg fahren, da gibt es in einigen Klassen und Kursen spürbare Lücken.

Aber wichtiger noch sind die klingenden  Ergebnisse dieser Zusammenarbeit. Schon ein paar Monate nach der Gründung des Chores, im Dezember 1999, gab es die ersten gemeinsamen Weihnachtskonzerte, die eine große Resonanz in zwei Veranstaltungen in der voll besetzten Aula fanden. Seitdem stellen wir uns jährlich wieder diesem Erwartungsdruck – mit Erfolg, denn diese Konzerte sind ein Publikumsmagnet geworden und geblieben. So gibt es schon seit vielen Jahren zwei aufeinander folgende Weihnachtskonzerte in der Schule, um dem Publikumsandrang gerecht zu werden. Auch die Weihnachtskonzerte gemeinsam mit den Kirchenchören der Stadt und dem Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde – immer samstags vor dem dritten Advent – haben eine lange Tradition, die bis ins Jahr 2002 zurückreicht. Diese Zusammenarbeit hat sich bewährt und so gibt es seit 2011 zwei aufeinander folgende Konzerte, die den immer wachsenden Zuspruch in der Öffentlichkeit der Stadt Königs Wusterhausen dokumentieren.

Es gibt aber auch weitere Anlässe zu gemeinsamen Auftritten, z. B. zur jährlichen Abiturzeugnisübergabe oder zur Jahreshauptversammlung des Fördervereins der Schule, der unsere künstlerische Arbeit seit langem finanziell unterstützt. Ein besonderer Höhepunkt unserer Arbeit war die Mitgestaltung der Festwoche zum hundertjährigen Geburtstag unserer Schule im Frühjahr 2004, in der wir u.a. zwei Konzerte gestalteten und an der musikalischen Ausgestaltung der Festveranstaltung im Volkshaus Wildau beteiligt waren.

Auch für die Zukunft wünsche ich mir, dass die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler für das gemeinsame Singen trotz schwieriger gewordener Bedingungen erhalten bleibt und damit auch ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens an unserer Schule.

Jürgen Wulfert, November 2013

 

 

 

 

Chorfahrt nach Rheinsberg 2013

Proben von morgens bis abends – im ersten Moment klingt das immer nach Stress pur. Doch man ist überrascht, wieviel Spaß die harte Arbeit auf der jährlichen Probenfahrt in die  Musikakademie Rheinsberg machen kann.

Nach dem Frühstück geht’s auch gleich los – mit einem Morgenspaziergang. Während andere schon in den hintersten Ecken der Akademie am Schuften sind, wandert der Schulchor unter Führung der „Ältesten“ durch den Rheinsberger Schlosspark. Dabei gibt es zwar standardmäßige Ziele, die jedes Jahr angesteuert werden, ansonsten aber haben die „alten Hasen“ freie Hand. An eben genannten Zielen wiederum gibt unser allseits hochgeschätzter Chorleiter Herr Wulfert sein Wissen über die Geschichte des Schlosses zum Besten. Das beliebteste Objekt ist jedoch unumstritten der Pavillon, in dem jeden Morgen die ersten kleinen Kanons erklingen. Spätestens jetzt sollte der letzte Rest Müdigkeit aus den Gesichtern verschwunden sein, denn nun beginnt die eigentliche Arbeit.

Ab um 10 sitzen alle Chorsänger und -sängerinnen im Schaffrath-Saal, unserem Probenraum. In der Mitte thront der Flügel und daran sitzt – der Chef. Wer sonst. Und eben jener beginnt die Probe, mit Einsingen, Schultermassage, Lippengymnastik und was es sonst noch alles gibt. Die Probe an sich verläuft dann im Grunde jeden Tag ähnlich. Neue Noten werden verteilt, einzelne Stimmen werden besprochen, eingeübt und zum Schluss wird alles zusammengebastelt. Immer wieder werden die alten Klassiker ausgepackt, wie Stern über Bethlehem, Child of God oder auch Jingle Bells. Später werden die Proben dann aufgeteilt und die einzelnen Stimmen, Sopran, Alt und Bass, bekommen noch einmal „Einzelunterricht“. Danach gibt es auch schon Mittag. Salatbüffet, zwei warme Gerichte und etwas zum Nachtisch, hier sollte für jeden etwas nach seinem Geschmack zu finden sein. Die Mittagspause wird dann sowohl von Schülern als auch Lehrern ganz individuell genutzt. Ob schlafen, lesen, „Shopping“ bei Aldi, oder einfach nur ein bisschen quatschen, irgendetwas findet sich immer. Dann beginnt auch schon die nächste Probe und so geht es dann bis zum Abendbrot und danach noch weiter. Bis zwanzig Uhr wird fleißig geprobt.

Doch selbst dann kehrt selten Ruhe in den Zimmern ein. Ein beliebter Treffpunkt ist die Teeküche. Schüler, die schon einmal dabei waren, können sicher bestätigen, dass es dort immer etwas zu lachen gibt und stets gute Laune herrscht. Und das, ohne jemanden zu stören, denn nach so einem Tag in Rheinsberg kann man schon mal ganz schön erschöpft sein. Einmal in der Probenwoche versammelt sich die ganze Mannschaft auf einer der Treppen im alten Teil des Gebäudes, um mit einigen ausgewählten Stücken ein letztes Mal die schöne Akustik des Treppenhauses zu genießen.

Trotz der harten Arbeit ist doch eine gewisse Trauer zu spüren, wenn dann am Freitag die Instrumentalgruppe und der Chor unseres Gymnasiums mit gepackten Koffern vor der Akademie stehen, denn zu Hause wartet der Schulalltag wieder auf sie. Doch es hat sich gelohnt. In den letzten Proben vor den Weihnachtskonzerten werden noch die letzten „Klarheiten beseitigt“. Die Ergebnisse sind dann „alle Jahr wieder“ bei den Weihnachtskonzerten in unserer Schulaula zu hören.

Von Meike Schwerk & Katharina Großmann

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